Alopecia medicamentosa

Erklärung

Alopecia medicamentosa bezeichnet medikamentös bedingten Haarausfall, im Sinne einer unerwünschten Arzneimittelnebenwirkung.

Symptome:

Medikamentös bedingter Haarausfall kann nach mehrwöchiger oder mehrmonatiger Medikamenteneinnahme einsetzen. Der Haarausfall der Kopf- in einigen Fällen auch der Körperhaare ist diffus und meist nicht vollständig. Nach Absetzen des Präparates setzt das Wachstum der Haare wieder ein, je nach dem wie stark die Haarwurzeln durch den Wirkstoff beeinträchtigt wurden.

Die folgenden Wirkstoffe, die mit der Blutversorgung an die Haarwurzeln gelangen, können zu einem diffusen Haarausfall führen:

  • Blutdruck senkende Medikamente (Betablocker, ACE-Hemmer)
  • Blutfett senkende Medikamente (Lipidsenker)
  • Blutgerinnung hemmende Medikamente (Antikoagulantien): Beeinflussung des Blutflusses in den Kapillaren der Haarwurzel
  • Antibabypille (Gestagenpräparate)
  • gewisse Antibiotika, Jod
  • Schilddrüsen-Medikamente (Thyreostatika): Beeinflussung des Schilddrüsenstoffwechsels
  • Vitamin A- Präparate (Retinoide): Beeinflussung des Verhornungsprozesses im Haarfollikel (>50000 I.E. pro Tag)
  • Epilepsiemedikamente
  • Antidepressiva
  • Rheumamedikamente
  • medikamentöse Therapie von Tumorerkrankungen (Zytostatika): Hemmung der Zellteilung
  • Immunologische Wirkung im Rahmen einer Interferontherapie (Zytokine)

Synonyme für Alopecia medicamentosa

Alopecia medicamentosa, Alopezia medikamentosa, medikamentös bedingter Haarausfall, medikamentöser Haarausfall
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