Alopecia praematura

Erklärung

Bei der Alopecia praematura (Syn.: Alopezia simplex) handelt es sich um eine vererbte Form der Alopezie, die bei männlichen Jugendlichen zu einem vorzeitiger Haarschwund, vorallem im Bereich des Vorderkopfes und der Schläfen führt (in Form von „Geheimratsecken“ bzw. „Stirnglatzen“).

Ursachen: Ursache für den Haarverlust im Bereich der Kopfhaut ist eine erblich erhöhte Androgenempfindlichkeit der Haarfollikel für das Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Wenn in der Kopfhaut zuviel DHT vorhanden ist wird die Wachstumsphase (Anagenphase) des Haares verkürzt. Dementsprechend handelt es sich nicht um einen Mangel an Haarfollikeln, lediglich die Wachstumsphase des Haares ist derart verkürzt, dass es kaum noch sichtbar hervortritt. Weiters wird der mögliche negative Einfluss der häufig zugleich vorliegenden fettigen oder trockenen Seborrhoe diskutiert.

Symptome: Die Haare im Bereich des Vorderkopfes sind verkürzt, dünner und glanzlos. In der Regel läuft die Alopecia praematura ohne stärkere Hautschuppung ab, jedoch kommt es häufig zu verdünnter, spiegelnder Haut. Erblicher Haarausfall folgt im Verlauf dem so genannten Norwood Hamilton Schema. Nach Ausfall der nachgebildeten Wollhaare bleibt entweder ein seitlicher und hinterer Haarkranz zurück (Stirnglatze) oder die gesamte Kopfhaut bildet sich zur haarlosen Glatze (Calvities) um.

Synonyme für Alopecia praematura

Alopecia oleosa, Alopecia praematura, Alopecia seborrhoica, Alopecia simplex, androgenetisches Effluvium, Calvities hippocratica, Haarausfall vom männlichen Typ, male pattern alopecia, männliche Glatzenbildung, Pattern baldness
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