Beim Rapunzelsyndrom handelt es sich um ein äußerst seltenes Syndrom im Rahmen der, als Impulsstörung klassifizierten, Trichotillomanie.
Als Komplikation kann das Herunterschlucken der zwanghaft ausgerissenen Haare (Trichophagie) die Bildung eines Trichobezoar (Haarknäuels) ermöglichen. In seltenen Fällen kann dieses Haarknäuel bis in den Dünndarm reichen und somit zu einem Darmverschluss führen (sog. Rapunzelsyndrom). Da der Beginn der Trichotillomanie meist in der Pubertät liegt finden sich fast alle Trichobezoare bei Jugendlichen vor dem 20. Lebensjahr, wobei fast haupsächlich Mädchen betroffen sind. Da die Trichophagie ein häufigeres Vorkommen als die Entstehung eines Trichobezoars zeigt, sind die Gründe für dessen Persistenz weitgehend unbekannt.

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