Therapie mit Zytostatika

Erklärung

In der medikamentösen Krebstherapie (Chemotherapie) und der Behandlung von Autoimmunkrankheiten können bestimmte Medikamente (Zytostatika) unter anderem Haarausfall auslösen. Zytostatika sind natürliche oder synthetische Substanzen, die das Zellwachstum bzw. die Zellteilung und damit verbundene Stoffwechselvorgänge hemmen. Zytostatika greifen also hauptsächlich Tumorzellen an die sich häufig und schnell teilen. Da aber zum Beispiel auch Haarwurzelzellen, Schleimhautepithelzellen von Mund und Magen-Darm-Trakt auf eine schnelle Zellteilung angewiesen sind, werden diese ebenfalls angegriffen. In der Folge entstehen Nebenwirkungen wie: Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen und eine Schwächung des Immunsystems. Meistens beginnt der Haarausfall nach dem zweiten Behandlungszyklus der Chemotherapie.

Durch die Zytostatika wird die Anagenphase der Haare abrupt abgebrochen und der Haarausfall setzt ein. Nach einer struppig, flusenartig aussehenden Restbehaarung kommt es meist zu einer temporär kompletten Haarlosigkeit am Kopf, aber auch der Rest der Koerperbehaarung wie Schamhaare, Augenbrauen etc. können von Haarausfall durch Chemotherapie betroffen sein. Etwa vier Wochen nach Beendigung der zytostatischen Therapie beginnen die Haare wieder zu wachsen.

Risikofaktoren:

Hemmung der Zellteilung durch Zytostatika:

Alkylantien: Cyclophosphamid, Ifosfamid, Lomustin, Mechlorethamin, Melphalan, Thio-TEPA

Antimetaboliten: Cytarabin, Fludarabin, 5-Fluorouracil, Methotrexat

Alkaloide: Vinblastin,Vincristin

zytostatische Antibiotika: Actinomycin D, Bleomycin, Daunorubicin, Doxorubicin, Idarubicin, Mitomycin-C, Mitoxantron

Sonstige: Amsacrine, Dacarbazin, Etoposid, Hydroxyurea

Synonyme für Therapie mit Zytostatika

Behandlung mit Zytostatika, Chemotherapie, medikamentöse Krebstherapie, Therapie mit Cytostatika, Therapie mit Zytostatika
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